Eine seltene Doppelbegabung

Franco Ambrosetti

Franco Ambrosetti: „Jack DeJohnette ist der beste Schlagzeuger der Welt für mich! Jack ist für mich einmalig, es gibt keinen zweiten mit dem ich mich beim Zusammenspiel so gut fühle. Es kommt da alles automatisch bei mir, ich muss dabei nicht denken. Es ist ganz natürlich. Da gibt es nie ein Problem“

Bemerkenswert ist, dass es im Hause Ambrosetti bereits die dritte Generation von Jazzmusikern gibt. Nach dem Saxophonisten Flavio Ambrosetti, widmete sich dessen Sohn Franco als Trompeter dem Jazz und der Sohn von Franco Ambrosetti ist ein respektabler Saxophonist, der zur regulären Gruppe des Vaters gehört. Der Kontakt zum Jazz, die Begeisterung für diese Musik, wurde früh bei Flavio Ambrosetti erweckt. „In der 1930er Jahren konnte mein Vater auf Kurzwelle amerikanische Musik hören. Ben Webster, Coleman Hawkins, alle möglichen Kansas City Leute, Billie Holiday usw. Darauf hat er selbst zu spielen angefangen. Zuerst erhielt er klassischen Klavierunterricht, dann lernte er Saxophon blasen und als er dann Charlie Parker hörte, der schon in den Endvierziger Jahren ein Bopper war und deshalb auch als Pionier des Bebop betrachtet wurde, geriet er unter dessen Einfluss. Mein Vater hat dann ein Ingenieursstudium angefangen, aber gleichzeitig viel Musik gemacht. Er hat ein Quintett gegründet und wurde damit auch in Italien bekannt. Das Quintett bestand aus Schweizern, zuerst einmal aus George Gruntz, der noch ganz jung war, dann kam Daniel Humair dazu und ein Trompeter namens Raymond Court. Als ich dann einigermaßen Trompete spielen konnte, hat mein Vater gesagt, ich solle mit ihm spielen. Dieses Quintett ist in einem Zeitraum von 15 Jahren fast überall unterwegs gewesen, in Prag und Warschau, bei allen wichtigen Festivals im Ausland, beim Pori Festival und weiteren und dann reisten wir auch in die USA auf Einladung von John Lewis. 1964 gastierten wir beim Monterey Jazz Festival. Dann ging es noch eine Zeitlang so weiter, doch dann hat mein Vater beschlossen, dass er die Regelmäßigkeit der Auftritte, die er jahrelang hatte, einschränkt. Ich habe darauf ich meine eigene Karriere weitergeführt.“

So ähnlich erfolgte der Prozess bei Franco Ambrosettis Sohn Gianluigi, der im Elternhaus schon sehr viele Jazzmusiker traf und unendlich viel Musik – ob live oder von Platten – hörte.
Jazzmusiker und Geschäftsmann
Es war eine Art Balanceakt zwischen der Arbeit des Betriebswirtes Franco Ambrosetti in der Firma seines Vaters und den ersehnten Spielmöglichkeiten im In- und Ausland mit eigener Band und einigen Großen des Jazz. „Ich habe als Student ziemlich lange gebraucht bis ich meinen Master in Wirtschaftswissenschaft gemacht hatte. Ich war mindestens fünf Jahre lang nur Berufsmusiker, ich war die ganze Zeit unterwegs bis ich dann den Entschluss gefasst habe, mein Studium zu Ende zu bringen. In einem Jahr habe ich dann alles geschafft, 1968 habe ich endlich mein Diplom erhalten und danach angefangen zu arbeiten. Dann wurde es ein bisschen komplizierter. Ich habe zuerst in Zürich gearbeitet und bin 1974 dann in die Firma meines Vaters nach Lugano übergewechselt. In der eigenen Firma gibt es schon mehr Möglichkeiten sich gewisse Termine für die Musik frei zu schaufeln. Da fast alle Konzerte und Festivals am Wochenende stattfinden, ging es gut mit den Auftritten. Aber viel Zeit braucht man auch um jeden Tag zu üben.“

Franco Ambrosetti zog das Üben konsequent durch, jeden Tag. Vielsagend lachend sagt der 75-jährige aktive Trompeter: „Das mache ich heute noch!“
Favorisiert heute Balladen
Mit zunehmendem Alter verändert sich das Spielen, vor allem bei Bläsern. So einige werden kurzatmiger, die Kraft, die sie in ihrer Jugend besessen haben, lässt nach. „Es ändert sich wie alles! Wenn man 75 ist, geht die Müdigkeit, die Erschöpfung nicht so schnell vorbei wie in jungen Jahren. Die Lippen, die bei einem Festival, wo man zwei Sets, also 90 Minuten spielen muss, brauchen anschließend mehr Erholung. Wenn ich im Quintett mit einem zweiten Bläser arbeite und nicht im Quartett als einziger Bläser, dann spüre ich die Anstrengung am nächsten Tag weit weniger. Dann hätte ich aber Schwierigkeiten in Quartettbesetzung am nächsten Tag wieder ein ganzes Konzert zu spielen. Die Erholung vollzieht sich etwas langsamer und deshalb spiele ich jetzt wieder im Quintett. Jahrelang habe ich vorwiegend in Quartettbesetzung gespielt, das wird jetzt langsam ein bisschen mühsam. Eine Duobesetzung geht auch, ein solcher Auftritt dauert meistens nur eine halbe oder dreiviertel Stunde, dann hat das Publikum die Nase voll von dem Duo! Ein Quartett oder Quintett ist abwechslungsreicher. Mit dem Alter wird alles ein bisschen mühsamer, man braucht mehr Erholung von allem, auch vom Reisen.“

Das Altwerden hat auch seine positiven Seiten, viele Menschen werden gelassener, tiefgründiger in der Aussage, auch der musikalischen. Man konzentriert sich stärker auf das Wesentliche, nicht zuletzt im Spiel. „Automatisch wird es dann mit der Reife so, man wird essentieller, man spielt nicht viele Noten zur Show, sondern man macht das Wichtigste, um zum Kern einer Phrase vorzustoßen, die man in der Vergangenheit mit vielen Noten ausgeschmückt hat. Das war bei mir so mit 25, da waren für mich nur schnelle Stücke mit vielen Noten interessant, Balladen interessierten mich überhaupt nicht. Heute ist es genau das Gegenteil. In einer Ballade kann man viel mehr ausdrücken, die ganze Geschichte des Lebens wird hörbar, etwa wenn man eine traurige Ballade wie ‚My funny Valentine‘ spielt. Es gibt auch mehr Stille im Spiel, man kann Pausen machen und überlegen und dann einfach nur die wichtigsten Noten spielen. Dieser Prozess kommt ganz automatisch in Gang.“
Der Traumpartner: Jack DeJohnette
Der Trompeter leitet eine Gruppe mit europäischen Musikern, in der sein Sohn mit dem Saxophon dabei ist, jedoch pflegt er immer wieder Kontakte zu amerikanischen Musikern. Mit einigen wie dem Pianisten Kenny Barron, dem Bassisten Buster Williams, dem Trompeter Randy Brecker, dem Gitarristen John Scofield ist er seit vielen Jahren befreundet. Anlässlich seines 75. Geburtstages erfüllte sich Franco Ambrosetti den Wunsch in Brooklyn, New York, mit einigen dieser Freunde sowie besonders geschätzten weiteren amerikanischen Musikern ins Aufnahmestudio zu gehen. Das Resultat liegt bereits auf „Cheers“ vor. „Dazu habe ich Freunde in New York ins Studio eingeladen, denen ich schon vor vielen Jahren begegnet bin. Randy Brecker und ich kennen uns seit dem Wettbewerb von Friedrich Gulda in Wien 1966. Der einzige, mit dem ich bislang nie gespielt hatte, ist der Schlagzeuger Jack DeJohnette. Man konnte ihn kaum haben, weil er viele Jahre ständig mit Keith Jarrett unterwegs war. Ich sagte mir, an meinem Geburtstag will ich endlich einmal mit Jack DeJohnette spielen. Und dann habe ich ihn angerufen. Ich hatte davor ein gutes Datum herausgefunden, Anfang Januar ist immer ein guter Termin, kurz nach Weihnachten, da sind die meisten Musiker immer noch in New York und nicht schon wieder auf Tournee. An diesem Termin konnten auch John Scofield, Buster Williams, Kenny Barron, mit denen ich in der Vergangenheit schon viel aufgenommen habe. Dann kam auch Uri Caine dazu.“

Jack DeJohnette erwies sich als grandioser Partner für Franco Ambrosetti. „Er ist der beste Schlagzeuger der Welt für mich! Irgendwie hatte ich vorher schon das Gefühl, ja die Überzeugung, dass ich mit ihm bestens harmonieren würde. Weil ich so viele Platten hörte, bei denen Jack DeJohnette beteiligt war und ich dabei fühlte, dass ich mit ihm einmal spielen müsse. Vorher war ich viel mit Daniel Humair zusammen, er ist auch einer der großen Meister am Schlagzeug in dieser heutigen Welt. Ich habe auch bei der Aufnahme in New York mit Terri Lyne Carrington gespielt, sie ist auch fantastisch und eine Schülerin von Jack DeJohnette! Auf der neuen Platte gibt es ein Stück, das ich für beide Schlagzeuger geschrieben habe, für Terri Lyne und Jack. Jack ist für mich einmalig, es gibt keinen zweiten mit dem ich mich beim Zusammenspiel so gut fühle. Es kommt da alles automatisch bei mir, ich muss dabei nicht denken. Es ist ganz natürlich. Da gibt es nie ein Problem.“
Konzentration aufs Flügelhorn
Anfang der 1970er Jahre hat Franco Ambrosetti angefangen häufiger Flügelhorn als Trompete zu blasen. Er erklärt: „Ich spiele jetzt nur noch Flügelhorn. Ich habe aber vor ein paar Jahren nur Trompete geblasen. Bei mir ist es so: Entweder ich spiele Trompete oder Flügelhorn. Beides gibt es bei mir nicht. Das sind zwei verschiedene Instrumente, gut es sieht nicht so aus, aber es sind wirklich zwei verschiedene Instrumente. Und im Moment ist mir, wahrscheinlich auch wegen dem zunehmenden Alter, wie bei allen anderen Trompetern, das Flügelhorn lieber. Ich habe auch schon früher damit angefangen. Ein Trompeter hat mehr Geduld mit dem Flügelhorn, die Trompete ist ein hartes, forderndes ­Instrument. Das Flügelhorn ist weich.“

Einer der ersten Trompeter, der auf das Flügelhorn schwörte, war Art Farmer. Er meinte, dass die Trompete in einer Besetzung nur mit Rhythmusgruppe leicht monoton klingen könnte, der Sound beim Flügelhorn leichter auszubalancieren wäre, es leichter fallen würde den gewünschten Klang zu erreichen. Franco Ambrosetti bewunderte Art Farmer: „Er war ein fantastischer Musiker, ein guter Freund auch. Und ein sehr netter Mensch, ebenso wie sein ehemaliger Partner Benny Golson. Ich habe mich schon früh total in die Trompete verliebt, nachdem ich Clifford Brown gehört habe. Mit den Jahren bin ich dann ein bisschen weg von der Trompete, denn das Instrument hat Begrenzungen, wenn man improvisieren möchte, mit einer Trompete hat man weniger Möglichkeiten beim Improvisieren als etwa mit einem Klavier oder mit einem Saxophon. Deshalb habe ich auch dann immer mehr Saxophonisten gehört. Derjenige Saxophonist, der mich am meisten im Hinblick auf die Improvisation beeinflusst hat, ist eindeutig John Coltrane. Beim Komponieren habe ich sehr viel von Herbie Hancock, seiner Art harmonische Linien zu zeichnen, gelernt. Das sind die beiden größten Einflüsse, die ich gehabt habe. Coltrane hat sehr viel intervallisch gespielt, Quartenintervalle eingebracht, das ist sehr schwierig zu spielen auf der Trompete. Der einzige, der es irgendwie annähernd geschafft hat, war Woody Shaw. Auch ein bisschen Freddie Hubbard, der sowieso der beste war. Von meiner Generation war er eindeutig der Meister.“
Die Qual der Wahl
Es gibt eine Story, die besagt, dass Charles Mingus Franco Ambrosetti anbot für Johnny Coles einzusteigen. Bei der Mingus-Tournee mit Eric Dolphy 1964 musste Johnny Coles krank in Paris zurück bleiben. Der Trompeter erinnert sich: „Ich habe das Angebot nicht angenommen, weil mein Vater gesagt hat, ich solle meine Prüfungen jetzt erst einmal bestehen. Ich habe mit der Rhythmussection, vor allem mit dem Pianisten Jaki Byard schon gespielt, also auch schon mit Mingus. Und nach unserem gemeinsamen Spiel fragte er mich ob ich einsteigen könne, da Johnny Coles erkrankt war und zurück in die USA müsse. Ich war erst 24 Jahre alt damals, und von der Familie finanziell abhängig. Mein Vater sagte, das geht nicht, du hast jetzt mehrere Prüfungen vor dir. Das war auch Tatsache, aber die Prüfungen habe ich sowieso meistens nicht bestanden. Das Lustige ist auch noch, dass mein Vater zu den Mingus-Musikern sagte: ‚Der Franco liest nicht besonders gut Noten.‘ Und dann hat Clifford Jordan, der dabei stand, angemerkt: ‚Wenn du mit Mingus spielst, musst du nicht vom Blatt lesen!‘ Darauf haben alle gelacht. Aber selbstverständlich bin ich nicht mit Mingus gegangen. Mehrmals in meinem Leben stand ich vor der Wahl, entweder alles aufzugeben, meine Familie, das angenehme Leben eines Mannes, der aus einer industriellen Familie stammt, gegen das Nomadenleben eines Jazzmusikers einzutauschen. Ich sagte mir, wenn ich in der Firma arbeite, kann ich trotzdem noch, wie mein Vater es lange machte, viel spielen, auftreten, Konzerte geben. Also beides machen. Und das ist auch gegangen.“

Es gab natürlich Momente, in denen Franco Ambrosetti es bereute, nicht das Wagnis eingegangen zu sein, Berufsmusiker in den USA zu werden. Er spürte die Verlockungen. „Ich habe in Wien 1966 beim Gulda-Wettbewerb den ersten Preis gewonnen. Und Randy Brecker hat den zweiten Preis gewonnen und Claudio Roditi den dritten, Tomasz Stanko den vierten, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe dann ein Stipendium gewonnen für die Berklee School of Music in Boston. Und das habe ich verschenkt, weil ich den Entschluss fasste mein Studium der Ökonomie abzuschließen. Beides konnte ich nicht machen. Da kam ich wieder in ein großes Dilemma: Soll ich gehen oder bleiben!? Schlussendlich habe ich gedacht, ich sollte jetzt nicht gehen – ich könnte immer noch gehen, wenn ich mein Wirtschaftswissenschaftsstudium abgeschlossen habe – wenn ich später gehen wollte, dann hätte ich mehr Sicherheit, denn einen Diplom-Volkswirt kann man immer brauchen. Ich meine als Wirtschaftswissenschaftler kann ich Trompete spielen, wenn ich das Talent dazu habe, aber wenn ich Trompeter bin, kann ich nicht ohne weiteres den Beruf des Volkswirts ausüben. Ich habe so gelebt als Volkswirt, der auch Trompeter ist. Und das ist es.“
Große Lebenszufriedenheit
Franco Ambrosetti schöpfte die meisten Möglichkeiten aus, die ihm sich boten, mit amerikanischen Musikern und ebenso mit lokalen und vielen europäischen Musikern, darunter die allerbesten ihres Fachs. Somit blieben wohl keine Wünsche offen. „Eigentlich war ich zufrieden damit. Für meine amerikanischen Musikerfreunde war es total unwichtig, dass ich eine Firma oder mehrere habe und die leite. Wenn man gemeinsam auf der Bühne steht, zählt nur das Miteinander. Ich war in den 1990er Jahren sehr oft in New York, habe da in den verschiedensten Clubs gespielt, das war genug für mich. Ich hätte auch nicht garantieren können, dass ich mit dem Beruf eines Trompeters ausgefüllt gewesen wäre. Es gibt viele Leute, die zwei Berufe haben, auch das Talent dafür besitzen. Sie müssen diese beiden Berufe nicht aus einer existentiellen Überlegung heraus ausüben, sondern sie entscheiden sich freiwillig dafür. Man muss natürlich in der Musik genug Talent haben, möglichst dieses Talent schon in seiner DNA haben. Man kann dieses Talent nicht erzwingen, wenn man es besitzt, ist es eine Gabe.“

Francos Sohn Gianluca wurde dieses Talent in die Wiege gelegt, und sein Vater ist sehr glücklich darüber, dass er auch Jazz spielt, ein Physikstudium erfolgreich abgeschlossen hat und auf dem Gebiet der Solarenergie tätig ist, nicht in der Firma seines Vaters, denn Franco Ambrosetti hat die Ambrosetti Technologies längst verkauft. Er gönnt sich auch etwas Ruhe in seinem Haus auf Paros, einer Insel der Kykladen. Doch ohne Musik kann sich der 75-jährige Grandseigneur sein Leben nicht vorstellen. Erst jüngst stelle er seinen Auftritt beim Jazz Festival in St. Moritz unter das Motto „Tribute to George Gruntz“. Es war ihm ein Bedürfnis eine solche Hommage an den bereits vor über 4 Jahren verstorbenen Pianisten und Bandleader zu machen, denn er verdankt ihm viel. George Gruntz spielte bereits in den Endfünfziger Jahren mit Flavio Ambrosetti, später waren Vater und Sohn Ambrosetti an der Gründung von Gruntz‘ The Band beteiligt, aus der später die Concert Jazz Band hervorging. „George war einer der Menschen, der mir am meisten geholfen hat, nicht nur auf dem Gebiet der Musik, sondern auch wie man professionell wird. Er hat mir eine ganze Welt eröffnet und erklärt. Wir waren sehr gute Freunde, er war fast wie ein älterer Bruder für mich. Abgesehen davon war er ein fantastischer Musiker und er hat mich immer wieder eingeladen mit ihm zu spielen, ob in Berlin oder sonst wo. Damals war Berlin unbestritten das wichtigste Festival in Europa. Die George Gruntz Band ist in Lugano geboren, weil mein Vater das Bedürfnis hatte mit einer Big Band zu spielen und ein bisschen Geld hinein gebuttert hatte. Es hieß am Anfang The Band. George hat dafür alles geschrieben, außer den Kompositionen, die ich beigesteuert habe, aber George hat alles arrangiert. Ich war ein paar Jahre der Chefmusiker und Direktor der Band, dann habe ich gesagt, danke George, aber ich will etwas anderes machen. Es war mir zu langweilig in der Big Band als vierter oder fünfter Trompeter zu sitzen. Ich wollte mehr Soli spielen. Ich sagte: ‚Für das Big Band Spielen habe ich keine Zeit mehr!‘ Wenn ich schon die Gelegenheit zum spielen habe, dann möchte ich auch Solist sein.“

Interview: Gudrun Endress
Fotos: Gerhard Richter

CD: Franco Ambrosetti „Cheers“ mit u. a. Kenny Barron, Buster Williams, John Scofield, Randy Brecker, Uri Caine, Terri Lyne Carrington, enja ENJ-9655 2, Vinyl ENJ-9655 1