Die Allianz der Freien Künste hat als Stimme und Plattform für die Freien Künste auf Bundesebene ein Positionspapier mit acht Kernforderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen freier künstlerischer Produktion in Deutschland vorgestellt. Gründungsmitglieder der Allianz der Freien Künste sind neben der Union Deutscher Jazzmusiker weitere Bundesverbände überwiegend privatrechtlich organisierter Kunst- und Kulturschaffender anderer künstlerischer Sparten wie u. a. der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der Bund die Szenografen und die Vereinigung Alte Musik. Mit ihren Forderungen richtet sich die Allianz der Freien Künste in erster Linie an die Bundeskulturpolitik. Die Forderungen richten sich aber – gerade auf Bundesebene – dezidiert auch an die Sozial-, Renten- und Arbeitsmarktpolitik. Die Allianz fordert auf, die sozialen Rahmenbedingungen und die öffentlichen Fördersysteme für freies künstlerisches Arbeiten an die gegebenen Realitäten anzupassen. Die Allianz der Freien Künste wird sich mit dem vorgestellten Positionspapier im Bundestagswahlkampf und darüber hinaus in die inhaltliche Auseinandersetzung einmischen und steht als Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit zur Verfügung. Info: www.allianz-der-freien-kuenste.de

JazzrockTV berichtet seit 2009 mit dem kostenlosen Internet Video Podcast über News & Facts aus der Jazzrock & Fusion-Szene. Interviews mit den Musikern, Konzertmitschnitte und Hintergrundberichte gehören zum Programm. Kürzlich wurde Etienne Mbappé von JazzrockTV interviewt. Er erzählte interessante Geschichten zur Entstehung seines aktuellen Albums „How Near How Far“, das er mit The Prophets aufnahm, und in dem er seine afrikanischen Wurzeln mit seiner Liebe zur instrumentalen Musik vereint. Mbappé ist seit 2010 reguläres Mitglied von John McLaughlin‘s 4th Dimension. Info: www.jazzrocktv.de/jazzrocktv-115-etienne-mbappe

Die Williamsburg Bridge soll in Sonny Rollins Bridge umbenannt werden, so lautet das Ansinnen einer Initiative von Jazzfreunden, die u. a. von Robert Glasper und Vijay Iyer unterstützt wird. Ein entsprechendes Begehren wird dem New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio vorgelegt werden. Die Betreiber der Kampagne würden auch gerne eine Statue von Sonny Rollins auf der Brücke sehen. Sonny Rollins, der am 7.9. 87 Jahre alt wird, kann seit ein paar Jahren nicht mehr auftreten. In den Jahren 1959-1962 während eines Sabbaticals übte Rollins auf der Williamsburg Bridge bis zu 16 Stunden pro Tag. Danach meldete sich der Saxophone Colossus mit dem Album „The Bridge“ zurück.

Beyond Jazz, The Golden Age of Free Music in London, 1966-72 war das erste Buch von Trevor Barre überschrieben. Der Autor hat jetzt ein zweites Buch unter dem Titel „Convergences, Divergences & Affinities: Further Beyond Jazz, the Second Wave of English Free Improvisation, 1973-9” vorgelegt. Darin schildert der Autor, der seit 30 Jahren in London lebt und als Krankenpfleger im Bereich der Psychotherapie arbeitete, die Entwicklung und Veränderung der Freien Improvisation in England, die herausfordernd und provokativ blieb, jedoch mit populären Musikformen wie Punk und Post-Punk durchsetzt wurde. Schwerpunkte setzt der Autor darin auf Steve Beresford, Lol Coxhill und Terry Day. Trevor Barre begann bereits mit den Recherchen für sein drittes Buch, das die Geschichte der London Musicians Collective zum Inhalt hat. Info: www.improvmusic.co.uk

A Tribute to Max Roach ist beim XXXII International Festival „Al Confini Trea Sardegna E Jazz“ am 4. und 5.9. zu erleben. So gibt es eine Neuauflage von Max Roachs M’Boom, in dem es um die Erforschung der unzähligen Perkussionsinstrumente ging. Die M’Boom repercussion besteht aus Joe Chambers, Ray Mantilla, Eli Fountain, Diego Lopez und Warren Smith, dazu kommt das Sardegna String Quartet, für das Joe Chambers orchestrierte. Das Programm von M’Boom repercussion besteht u. a. aus Max Roachs „It’s time“, Omar Clays „Onomatopoeia“ und Bobby Hutchersons „Poema para revel“.

Musik von John Coltrane steht am 3.9. um 11 Uhr in der Pauluskirche in Stuttgart-Zuffenhausen im Mittelpunkt eines Gottesdienstes, der von Pfarrer Dieter Kümmel verantwortet wird. Im Gottesdienst wird der 1. Teil von „A Love Supreme“ – „Acknowledgement“ von der Vinylplatte zu hören sein, danach spielt der Pianist Werner Lener Stücke von John Coltrane. Info: dieter.kuemmel@elkw.de

Barbara Dennerlein gab im „Supersense“ in der Wiener Praterstraße vor einem kleinen, exklusiven Publikum ein Solokonzert an ihrer Hammond B3, das auf Direktschnitt-Schallplatte und Analogtonband aufgezeichnet wurde. Aus diesem Material werden Aufnahmen ausgewählt, die auf CD, LP, Tonband und Musikkassette in limitierter Auflage erhältlich sein ­werden.

Geri Allen starb kurz nach ihrem 60. Geburtstag am 27.6. an Krebs in einem Krankenhaus in Philadelphia. Die Pianistin wurzelte im Bebop, brachte sich dann vermehrt ins freie Spiel ein. Mitte der 1980er Jahre gehörte sie zu M-Base, deren treibende Kraft Steve Coleman war. Im Lauf ihrer jahrzehntelangen Laufbahn arbeitete sie mit Ornette Coleman, Charles Lloyd, David Murray, Woody Shaw, spielte auch in Triobesetzungen mit Ron Carter, Dave Holland, Tony Williams und Jack DeJohnette. Geri Allen war eine Zeitlang mit dem Trompeter Wallace Roney verheiratet und zog mehrere Kinder auf. Anfang der 1990er Jahre unterrichtete sie am New England Conservatory. Hankus Netsky von der NEC schilderte Geri Allen so: „Sie war eine freundliche aber fordernde Lehrerin, die ihre Studenten ermutigte ihre Hörgewohnheiten zu erweitern, ihre musikalischen Talente auszuloten und ihre klassische Spieltechnik zu entwickeln. Ihr Pianospiel konnte tatsächlich in jede Richtung führen, ob sie nun Betty Carter begleitete oder mit Ornette Coleman Aufnahmen machte.“
Die Konzertgesellschaft München e.V. kann ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Die Gesellschaft ist eine der führenden, privaten, gemeinnützigen Kulturvereine in Deutschland, die Klassische Musik und seit kurzem auch Jazzmusik fördert. Sie plant die Förderung dieser beiden Musikarten weiter auszubauen. „Seit dem vergangenen Jahr konnten wir mit zunehmender Dynamik eine große Zahl von neuen Mitgliedern gewinnen“, sagt der Präsident der Konzertgesellschaft, Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern. Dem Engagement der annähernd 400 Mitglieder und ihrem mäzenatischen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Kulturarbeit so erfolgreich über drei Jahrzehnte erfolgen konnte. U. a. engagiert sich die Konzertgesellschaft für die nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten legendären Münchner Konzertsaal benannten Odeonkonzerte sowie das Jazzprojekt „Feindsender“ in einer Kooperation mit bayerischen Musikschulen und Gymnasien. Info: www.konzertgesellschaft.de