Der LetterOne RISING STARS Jazz Award geht jetzt in die zweite Runde. Im Sommer war der 18-jährige französische Gitarrist Tom Ibarra, der erste „LetterOne Rising Stars“-Preisträger, auf sieben Jazz Festivals zu hören, u. a. in Kongsberg, Stuttgart, Nizza und San Sebastián. Zudem veröffentlichte Ibarra ein Album unter dem Titel „Sparkling“. Der Preisträger erhielt zudem Marketing- und Promotion Support von der Air Artist Agency London, so dass er in Interviews in Zeitschriften, Jazzfachblättern, im Rundfunk und Fernsehen zu sehen und zu hören war. Ins Leben gerufen wurde der LetterOne RISING STARS Jazz Award von Mikhail Fridman, dem Gründer der LetterOne Group und des Leopolis Jazz Fest in der Ukraine. Für den Jazz Award können sich junge Künstler aus ganz Europa bis zum 27.10.2018 unter www.I1risingstarsjazzaward.com bewerben. Davon werden in der ersten Runde von den teilnehmenden Festivals ungefähr 30 Kandidaten ausgewählt, in der zweiten Runde wählen Vertreter der Musikindustrie und MusikerInnen den Gewinner aus. Am 3.12.2018 wird der Preisträger des LetterOne RISING STARS JazzAward verkündet.
Sháron Clark hat für ihre Herbsttournee Songs von Billie Holiday, Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald, Mahalia Jackson und Aretha Franklin ausgesucht, die mit dem Civil Rights Movement, das vor 70 Jahren begann, verknüpft sind. Die Sängerin reflektiert darin die historische Reise ihrer eigenen Familie von der Sklaverei bis zu ihrer Arbeit in der US-Metropole New York. Die amerikanische JazzTimes schrieb über die Sängerin „…eine Entdeckung…niemals hätte man gedacht, dass eine Sängerin über die stimmliche Bandbreite, Musikalität und Beherrschung von Ton und Timbre hören könnte, wie die von Sarah Vaughan zu ihren besten Zeiten“. Die aus Washington D.C. stammende Vokalistin traf 2012 in New York den schwedischen Pianisten Mattias Nilsson im Smalls Jazz Club. Bereits 2014 ging sie mit seinem Trio auf Schweden-Tournee. Am 3.10. eröffnet sie ihre Europagastspielreise im Jazzclub Fasching in Stockholm, weitere Auftritte finden im Jazzhus Montmartre in Kopenhagen und im Cercle Suédois in Paris statt.
Info: www.sharonclarkjazz.com

Benjamin Schaefer nahm im April sein erstes Big-Band-Album „Hive Mind“ auf, wobei er Unterstützung vom Deutschlandfunk und Musikfonds erhielt. Dieses Album wird am 30.11. auf seinem neuen, eigenen Label „for the records“ erscheinen. Mit dabei sind u. a. Matthias Schriefl, Bastian Stein, Shannon Barnett, Denis Gäbel, Jonas Burgwinkel. Um mit „Hive Mind“ auch Konzerte spielen zu können, startete der Pianist eine Crowdfunding-Kampagne und sucht Veranstalter und Projektpartner.
Info: www.benjaminschaefer.com

Eden Bareket veröffentlicht am 20.10. sein zweites Album unter seinen Namen. Der Baritonsaxophonist, der in Argentinien geboren wurde, in Israel aufwuchs und seit 2013 in New York lebt, stellte seine neue CD unter den Titel „Night“. Er schrieb dafür acht eigene Kompositionen, die als Meditation für die inneren Welten voll düsteren Abgründen und lichten Höhepunkten gedacht sind. Seine Partner sind sein Bruder Or Bareket, Bass, und der Schlagzeuger Felix Lecaros, mit ihnen kann er die Grenzen seines Instrumentes weiter öffnen und sein kompositorisches Talent ausloten. Bareket hat als Produzent, Komponist und Arrangeur schon für die NDR Big Band, das Anat Cohen Tentet, das Ari Hoenig Nonet, die Eyal Vilner Big Band und weitere Großformationen gearbeitet. Sein erstes Album erschien 2016 unter dem Titel „Choice“, ebenfalls auf dem Freshsound Label.

Frank Russell hat für sein aktuelles Album „Influences – A Tribute To Bass Guitar in Jazz“ Stücke von seinen E-Bass Heroes wie Stanley Clarke, Marcus Miller, Jaco Pastorius oder Darryl Jones aktuell verarbeitet. Der aus Chicago stammende Bassgitarrist, der einen eigenständigen Sound entwickelte und mit Freddie Hubbard, Ramsey Lewis, Wallace Roney, Alphonse Mouzon u. a. spielte, bearbeitete diese Kompositionen zeitgemäß. Mit von der Partie ist Russells reguläre Chicagoer Band, als Gäste wirken u. a. mit Wallace Roney und der ehemalige Miles-Keyboarder Robert Irving III.

Wo bist du, João Gilberto? ist die filmische Nacherzählung des Buches „Hobalala“ des deutschen Journalisten Marc Fischer, der in seinem Buch von seiner obsessiven Suche nach seinem Idol, der brasilianischen Musiklegende João Gilberto erzählt. Der Filmemacher George Gachot hat sich der Geschichte angenommen. Er ergänzte das Porträt, das Fischer in seinem Buch über Gilberto und die Bossa-Nova-Musikwelt geschrieben hat. Es ist eine tragikomische, musikalische Reise zu den Ursprüngen und Wegbereitern der Bossa Nova. Gilberto schrieb Welthits der lateinamerikanischen Musik, er machte Aufnahmen mit Stan Getz und war ab 1959 einige Zeit mit Astrud Gilberto verheiratet. Der Film kommt am 22.11. in die Kinos.

UNIFONY, das niederländische Neo-Klassik Projekt, veröffentlicht Mitte Oktober das Debütalbum „UNIFONY Ft. Mathias Eick“. Der norwegische Trompeter legte bei ECM Records mehrere Alben vor und arbeitete mit Musikern wie Thomas Dybdahl, Jaga Jazzist & Motorpsycho zusammen. Diverse Gastmusiker komplettieren das Projekt UNIFONY, das durch Experimentieren wieder den Purismus zu entdecken sucht. Minco Eggersman und Theodor Borger, die Initiatoren von UNIFONY komponieren nicht auf Basis von Noten, sondern nutzen sorgfältig gestaltete, vielschichtige Sounds. Info: www.unifony.com

De-Phazz-Gründer Pit Baumgartner wurde von Doris Kaempfert gebeten anlässlich des 95. Geburtstages ihres Vaters, des erfolgreichen Komponisten Bert Kaempfert, eine Version von dessen unvergänglichen Melodie in die Jetztzeit zu transportieren. Als Grundlage für „Strangers in Dub“ wählte Doris Kaempfert das Album „Soothing The Tiger – The Gentle Sound Of Herbert Rehbein“ aus. Rehbein war nicht nur ein hervorragender Violinist sondern in erster Linie Coautor von Bert Kaempfert. Baumgartner suchte 14 Songs aus, „in denen ich Hooks fand und schöne Themen, die ich verdichten konnte. Ich gab den Songs mehr Dynamik, indem ich Bässe und Schlagzeugsounds verstärkte. Die Kombination aus den fetten Frequenzen von heute mit dem Orchestersound ergibt eine Mischung aus Dub und qualitativ hochwertigen Melodien und Arrangements.“ Mit beteiligt sind Pat Appleton mit ihrer souligen Stimme, Sandie Wollasch, die für die smoothen Stimmungen zuständig ist, sowie der Rapper Gee Pierce aus dem Umfeld der New Yorker HipHop Formation Wu-Tang Clan.

Das Zurich Jazz Orchestra spielt in der Saison 2018/2019 „Best Of Five Years“ wie „Inner Voices”, „Miles Ahead”, das Gil-Evans-Special, „Ella” mit der Sängerin Brandy Butler, „Best of Don Ellis” feat. Thomas Gansch, „Mein Leben mit Sinatra”, „Miles oder die Pendeluhr aus Montreux”. Der künstlerische Leiter des Zurich Jazz Orchestra Steffen Schorn wird am 8.2.2019 die fünfsätzige Suite „Melancholia“ im Musikklub Mehrspur in Zürich uraufführen. Darin gibt aus notierte und improvisierte Teile, die das große Ausdrucksspektrum des Zurich Jazz Orchestra verdeutlichen. Info: www.jjo.ch

Joachim Raffel legte vor 20 Jahren mit einem Large Ensemble das Album „Another Blue“ vor. Angeregt durch sein Kompositionsstudium bei Bob Brookmeyer hatte der Pianist nach zwei Quintett-Alben begonnen, Musik für eine 14-köpfige Besetzung zu schreiben. Prompt wurde er mit der Band Preisträger des Wettbewerbs „Jazzpodium Niedersachsen“. Eins seiner Large-Ensemble-Werke wurde von der Grammy-Gewinnerin und Bandleaderin Maria Schneider mit der portugiesischen Sängerin Maria de Fatima in drei Konzerten aufgeführt. Das 20-jährige Release-Album von „Another Blue“ ist Anlass, mehrere Stücke der Platte wieder auf die Bühne zu bringen. Am 26.10. wird es in Osnabrück im Haus der Jugend ein Doppelkonzert des Joachim Raffel New Large Ensemble plus Chris Behrs HiFi Orchestra geben. Das New Large Ensemble ist dabei mit gestandenen Profis sowie herausragenden Nachwuchstalenten, etwa aus den Reihen des BuJazzO, besetzt.
Info: www.joachim-raffel.de