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Der Intendant der Monheim Triennale Reiner Michalke hat die Kurator­Innen für die erste Ausgabe des ab dem Juni 2020 alle drei Jahre stattfindenden Musikfestivals in Monheim am Rhein bekannt gegeben. Es sind die Performancekünstlerin Swantje Lichtenstein aus Düsseldorf, der Musikkurator und Musiker Louis Rastig aus Berlin, Rainbow Robert aus Vancouver, Managing Artistic Director von Coastal Jazz, Creative & Brand Consultant Meghan Stabile aus New York City sowie Journalist und Kulturmanager Thomas Venker aus Köln. Die Monheim Triennale ist ein internationales Musikfestival, das zum Ziel hat, wegweisende aktuelle künstlerische Positionen der aktuellen Musik zu dokumentieren. Das Programm des Festivals wird am 4. September 2019 veröffentlicht.

Über drei Jahrzehnte hat Bill Ramsey die hr2 Swingtime moderiert – mit seinem unverwechselbaren american accent, mit Esprit und profunder Kenntnis. Kurz vor seinem 88. Geburtstag hört der Jazz-Sänger und Entertainer nun aus Altersgründen auf. Am 1. März um 22.30 Uhr lief die letzte Ausgabe der Sendung. Vor seinem Ab-­schied befragte man Ramsey danach, wie man über drei Jahrzehnte als Radio-Anchorman durchhält. Ramsey antwortete: „Das Geheimnis liegt in der Musik selbst. Swingende Sounds, zeitlos und mitreißend, waren immer der Treibstoff von Swingtime.“

Die französische L’Académie du Jazz, ein gemeinnütziger Verein, der 1955 gegründet wurde, hat den Prix du Musicien Européen unter anderen an den Schweizer Posaunisten Samuel Blaser vergeben. Blaser ist nach Albert Mangelsdorff erst der zweite Posaunist, dem der renommierte Preis zuerkannt wird. Alljährlich werden von der Akademie die besten Künstler und die besten Alben des Jahres in etlichen Kategorien gewürdigt. Den Prix Django Reinhardt erhielt diesmal der französische Saxophonist Baptiste Herbin, den Prix du Disque der französische Trompeter Fabien Mary, mit dem Prix de la Meilleure Réédition wurde das US-amerikanische Label Mosaic Records für die CD-Box „The Savory Collection 1935-1940“ ausgezeichnet, den Grand Prix de l’Académie du Jazz gewann der Pianist Kenny Barron für sein Album „Concentric Circles“, den Prix du Jazz Vocal der Sänger Kurt Elling für die Aufnahme „The Question“, den Prix du Livre de Jazz nahm Youssef Daoudi für seinen Roman „Monk!“ mit, der Prix du Jazz Classique ging an die Band Les Rois du Fox-Trot für die CD „Hommage à Duke Ellington“, in der Sparte Soul und Blues bekamen jeweils Theo Lawrence & The Hearts mit „Homemade Lemonade“ sowie Walter „Wolfman“ Washington mit „My Future Is My Past“ den Preis.

Mit fünf neuen frischen und jungen Vorstandsmitgliedern geht die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz Niedersachsen in die Zukunft. Die Mitgliederversammlung Ende Februar berief den 38jährigen Kontrabassisten und Bandleader Peter Schwebs zum neuen 1. Vorsitzenden. Neue 2. Vorsitzende ist die 25 Jahre junge Sängerin und angehende Medienwissenschaftlerin Sina-Mareike Schulte. Den beiden Führungsfiguren zur Seite stehen als Beisitzer der 24jährige Bassist und Gitarrist Robert Lüngen, der 26jährige Saxophonist, Kontrabassist und Komponist Fynn Großmann sowie der 34jährige Kulturwissenschaftler und -manager Sven-Michael Salzer. Saxophonist Andreas Burckhardt legte seinen Vorsitz nach dreieinhalb Jahren nieder. Gründungsmitglied und Saxophonist Otto Jansen verließ nach insgesamt 39 Jahren den Vorstand. Die LAG Jazz Niedersachsen versammelt über siebzig professionelle JazzmusikerInnen, JazzpädagogInnen und Jazzvereine in ihren Reihen.

Werner Küspert ist im Mai auf Einladung des Goethe-Instituts mit seinem Ensemble Küspert & Kollegen für Konzerte und einen Meisterkurs in Tunesien. Zum Ende des Aufenthaltes wird zusammen mit tunesischen Musikern unter Küsperts Leitung die Musik zum Stummfilm „Die Austernprinzessin“ erarbeitet und aufgeführt werden. Mit Küspert (Gitarre & Komposition) sind Till Martin am Saxophon, Dietmar Fuhr am Kontrabass und Bastian Jütte am Schlagzeug unterwegs.

Die Redaktion WDR 3 Jazz & World ist neu besetzt worden, ab 1. April greift nun der angekündigte Relaunch. Feste Programmgefäße für Jazz oder World gibt es nun nicht mehr, stattdessen eine bunte, unter Umständen auch beliebige Musikauswahl. Man will über Sparten und Genres hinaus arbeiten, dem Jazzbegriff lockerer verhaftet. Die Playlist und – bestenfalls – dynamische ModeratorInnen ersetzen also die Autorensendungen, die bestimmten Themen gewidmet waren. Man installiert vier ModeratorInnen fest. Ihre Namen: Niklas Wandt, Nina Heinrichs, Thomas Mau, Ilka Geyer. Die Zusammenarbeit mit den bisherigen Autoren wurde zum 31. März beendet.

65 Jahre alt aber noch lange nicht im Ruhestand feiert das Jazz Studio Nürnberg noch bis Mitte April gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Freunden sowie Bands aus USA wie Europa das Gründungsjubiläum. Bereits 1954, als die Wohnhäuser noch in Trümmern lagen, haben junge jazzbegeisterte Menschen im historischen Kellergewölbe unter dem Paniersplatz am Fuße der Nürnberger Burg den Aufbruch zu neuen Horizonten gewagt. Unter dem Motto „Live Jazz at its best“ sind seitdem im mittlerweile dienstältesten Jazzclub Deutschlands regelmäßig namhafte VertreterInnen der deutschen, europäischen und amerikanischen Jazzszene zu Gast.

Die Konzertreihe 4fakultät im Künstlerhaus FAKTOR in Hamburg feierte eben noch ihr zehnjähriges Bestehen und setzt nun zu einer „Internationalisierung der Reihe“ an. Man bezeichnet sich selbst als „musikalische Unterhaltung und akustischer Grenzgang zugleich“ und stellt die Spielregeln so vor: „In rotierender Reihenfolge präsentiert jede der vier eingeladenen Gruppen oder Solist­Innen in je zwei 15-minütigen Sets ihre eigene Musik. Es gibt keine Unterbrechungen oder Umbaupausen, stattdessen improvisieren die Einzelgruppen zwischen ihren Sets miteinander. Anfang und Ende des Konzerts werden von einem Tutti gerahmt.“

Die Stuttgarter Philharmoniker führen gemeinsam mit der SWR Big Band unter dem Dirigat von Dennis Russell Davies Wolfgang Dauners Großkomposition „Second Prelude to the Primal Scream“ z.B. am Internationalen Tag des Jazz am 30.4. in der Stuttgarter Liederhalle auf. Dauner dazu: „Als Komponist wird man bei Auftragskompositionen immer mit dem Wunsch nach einer speziellen Besetzung konfrontiert. In diesem Fall war es ein sehr außergewöhnlicher Wunsch, für großes Sinfonieorchester und Big Band zu schreiben. Ein Glücksfall für jeden Komponisten, der sich für beide Klangkörper interessiert, denn die Gelegenheit für diese aufwändige Besetzung zu schreiben ist wirklich eine große Ausnahme. Für mich ist es von speziellem Interesse, da ich weiß, dass diese Ensembles von lauter jungen Musikern mit Engagement besetzt sind. Mein Stück ‚Second Prelude to the Primal Scream‘, ein Divertimento, wird durch U- und E-Musik geprägt, durch Jazz inspirierte Stilistik und Rhythmik, die, verwoben mit dem Sinfonischen Klang, die Gegensätze zwischen U und E vergessen lassen. Es werden rhythmische und romantische Passagen abwechseln, ganz im Sinne eines Divertimentos, das auch Platz für Humor lässt. Das Stück ist im Gegensatz zu vielen meiner früheren Orchesterwerke. die in grafischen Partituren angelegt waren, in herkömmlicher Notation geschrieben. Ausnahme ist eine Textpassage die vom Sinfonieorchester gesprochen wird. Der Text ist ein Zitat aus meiner Oper ‚Der Urschrei des Musikers‘, eine ironisch musikgeschichtliche Betrachtung, die auf wahren Begebenheiten beruht.“

MonKTage – Das Gesamtwerk des Thelonious Monk – The Next Generation: Das der Titel eines ambitionierten Vorhabens im Berliner Klub Aufsturz (Oranienburger Str. 67). Jeweils Karfreitag und Ostersonntag ab 21 Uhr nimmt sich die junge Musikergeneration des Gesamtwerks von Thelonious Monk an. MonKTage, das sind: der Saxophonist Paul Engelmann, geboren 1986, Bassist Ben Lehmann, Jahrgang 1990, und Schlagzeuger Moritz Schärfke, 1980 geboren. Seit Oktober 2015 treffen sich die drei wöchentlich, um sich ausschließlich Monk zu widmen. Bereits Alexander von Schlippenbachs Großvorhaben und Working-Band Monks Casino hatte 1996 seine Uraufführung durch den Jazzkeller 69 e.V., der Aufsturz bespielt.

Am 14.3.1969, also vor recht exakt fünfzig Jahren, eröffnete Gründungspräsident Glen Buschmann das domicil in den Kellerräumen in der Dortmunder Leopoldstraße 60. Ein halbes Jahrhundert später ist das domicil eine in der Kulturlandschaft fest verankerte Institution, die sich auch nach Umzug, Vergrößerung und Professionalisierung weiterhin in Vereinsträgerschaft befindet, deren Betrieb vom Konzertgeschehen bis zur Gastronomie an die vereinseigene und gemeinnützige domicil GmbH als Betriebsgesellschaft übertragen wurde und die als solche über 300 Veranstaltungen jährlich anbietet. Das Jubiläumsjahr ist ein Anlass sowohl für Rückschau als auch die Gelegenheit für einen Blick nach vorne – dies wird bis November im domicil selbst und auch woanders passieren. Im Essener Klartext-Verlag erscheint zudem ein Buch, das auf zweihundert Seiten mit zahlreichen Abbildungen – u.a. mit bisher nicht veröffentlichten Fotografien – das Werden des Musik­ortes, des Vereins und der beiden Spielstätten in der Leopoldstraße wie der Hansastraße in Zeitzeugenberichten, Interviews, Essays und Bildmaterial darstellt.

Open Door aus Freudenstadt im Schwarzwald feiert Geburtstag. Seit dreißig Jahren versorgt der Mailorder-Service von Peter Schlegel vor allem die Freunde des Modern Jazz und Improvisierter Musik – auch in Form gedruckter Neuheiten- und Angebotslisten. Wir gratulieren.

Zu seinem 80. Geburtstag veröffentlicht Blue Note Records auf Vinyl die Blue Note Review-Box unter dem Titel „Spirit & Time“, die diesmal die berühmten Schlagzeuger und Perkussionisten des Labels zum Thema hat und in einer Auflage von 2.000 Exemplaren erscheinen wird. Dort findet sich ein Doppelalbum, das exklusive Neuaufnahmen u.a. von Brian Blade, Tony Allen, Nate Smith, Eric Harland und GoGo Penguin versammelt. Dazu eine nie zuvor veröffentlichte Live-Aufnahme des Tony Williams Quintet aus dem Jahr 1992. Die Box enthält außerdem zwei analog produzierte, audiophile LP-Neuauflagen: „Africaine“ von Art Blakey & The Jazz Messengers (1959) und „Patterns“ von Vibraphonist Bobby Hutcherson (1968). Diese Reissues werden von den originalen Masterbändern von Kevin Gray (Cohearent Audio) neu gemastert und bei Record Technology Incorporated (RTI) in 180g-Vinyl gepresst. Im Paket ebenfalls: zwei großformatige Francis Wolff-Foto-Lithografien von Art Blakey und Elvin Jones, ein Set mit Sammelkarten prominenter Blue-Note-Künstler, zwei Magazine und eine Plattenbürste.