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Doctor Döblingers Kasperltheater, das man inzwischen mindestens als eine Bayerische Institution bezeichnen darf und das sich mitnichten nur an Kinder richtet, hat eben seinen 25. Geburtstag gefeiert. Nicht nur der auf Spontaneität beruhende sprachliche Rhythmus, auch Musik selbst, wenngleich nicht strikt Jazz, spielt in allen Produktionen sowohl live als auch auf CD eine überaus wichtige Rolle. Vor allem der Blues, dessen großer Anhänger Richard Oehmann ist, neben Josef Parzifal der Gründer und Betreiber des Theaters. 25 Jahre durchdachter, aber auch improvisierter Humor. Wir gratulieren herzlich.

In Tel Aviv präsentiert das Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit israelischen Musikern ein multimediales Konzertprogramm zum 100. Bauhaus-Jubiläum. Das Orchester führt am 27. Juni gemeinsam mit Studenten des Center for Jazz Studies am Israel Conservatory of Music Tel Aviv in einer gemischten deutsch-israelischen Bigband mit Vokalensemble das Stummfilmprogramm „Klingende Utopien – 100 Jahre Bauhaus“ auf. Gemeinsam mit der Eastman School of Music (USA) und dem Archiv des George Eastman Museum, Rochester (USA), wurden dafür acht mustergültige Filme von Bauhausprotagonisten bzw. mit Bauhausbezug aus der Zeit der 1920- und 1930-Jahre ausgewählt, auf deren Basis aktuelle Kompositionen renommierter deutscher und amerikanischer Jazzkomponisten entstanden. Ansgar Striepens schrieb Musik für den Film „Der Sieger – Excelsior unverwüstlich“ von Walter Ruttmann und „Das Ornament des verliebten Herzens“ sowie „Das Geheimnis der Marquise“ von Lotte Reiniger, Christopher Dell für „Lichtspiel“, Gebhard Ullmann für „Berliner Still­leben“, Bill Dobbins für „Marseille Vieux Port“ , Julia Hülsmann für „Großstadt-Zigeuner“, Niels Klein für „Lobster“ , allesamt von László Moholy-Nagy. Oliver Schneller führt die Komposition „White City“ vor, die Themen Architektur und Migration in den Mittelpunkt stellt. Weitere Konzerte mit den israelischen und deutschen Jazzmusikerinnen und -musikern finden in Berlin (29. Juni), New York (1./2.7.), Rochester (4.7.), Chicago (6.7.), Mannheim (15.11.) und Leipzig (17.11.) statt.

Herbie Hancock und eine bislang nicht näher benannte Band werden gegen Ende 2019 in Deutschland und Österreich zu sehen sein. Bislang stehen folgende Termine fest: 6.11. Bielefeld, Rudolf-Oetker-Halle, 7.11.2019 Düsseldorf, Tonhalle,
10.11. Frankfurt/Main, Jahrhunderthalle, 12.11. Wien, Stadthalle, 13.11. München, Philharmonie, 24.11. Hamburg, Elbphilharmonie, 27.11. Leipzig, Kongresshalle, 29.11. Baden-Baden, Festspielhaus 1.12. Erfurt, Steigerwaldstadion, Parksaal, 2.12. Berlin, Philharmonie

In den britischen Kinos bereits angelaufen: „Ella: Just One of Those Things”, ein Dokumentarfilm des Regisseurs Leslie Woodhead über das Leben der Ella Fitzgerald, der deren über sechs Jahrzehnte währende Karriere abdeckt. Zum Teil sind darin noch nie gesehene Aufnahmen verwendet worden. Die Filmemacher sagen: „Here is an Ella the world never knew – tough, thoughtful, funny, a dazzling musical innovator.” Im Film zu Wort kommen Musiker wie Tony Bennett, Jamie Cullum, Laura Mvula, Johnny Mathis, Smokey Robinson, Cleo Laine, Andre Previn, Norma Miller, Patti Austin, Itzhak Perlman, Margo Jefferson, Will Friedwald sowie, eine Seltenheit, Ellas Sohn Ray Brown Jr. Der Film hatte seine Premiere bei der diesjährigen Berlinale.

Die Stiftung The National Endowment for the Arts gab bekannt, an welche Jazzmusiker 2020 Stipendien vergeben werden. Es sind Bobby McFerrin, Roscoe Mitchell, Reggie Workman sowie, dies der einzige nicht etablierte Name, Dorthaan Kirk, Jazzradio-Moderatorin und die Witwe des Rahsaan Roland Kirk — die den A.B. Spellman NEA Jazz Masters Fellowship for Jazz Advocacy erhält. Die Verleihungszeremonie findet im Rahmen eines Konzerts am 2. April 2020 im SFJAZZ Center in San Francisco statt. Die unabhängige, in Washington D.C. ansässige Stiftung hat seit 1982 bereits 157 mit 25.000 US-Dollar je PreisträgerIn dotierte fellowships vergeben, unter den Laureaten MusikerInnen wie Ella Fitzgerald, Sonny Rollins, Dianne Reeves, Miles Davis, Chick Corea oder George Wein.

US-Pianist Brad Mehldau ist mit seinem neuen Album „Finding Gabriel“, dem ein ausgiebiges Bibelstudium zugrunde liegt, auf Platz 4 der höchste Neuzugang bei den Offiziellen Deutschen Jazz-Charts. In die Top Ten, mit Rang 10, steigt das Duo-Werk „Farangi – Du baroque à l’Orient“ von Kontrabassist Renaud García-Fons und Lautenistin Claire Antonini auf. Positionen 13 und 14 belegen der Hiphop-Produzent Alfa Mist („Structuralism“) und die Sängerin Areni Agbabian („Bloom“). Sowohl am Anfang als auch am Ende der Hitliste: Norah Jones. Während „Begin Again“ von Platz zwei auf die Eins klettert, rangiert „Come Away With Me“ unverändert auf der 20. Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson & Wolfgang Haffner („4 Wheel Drive“) sowie Youn Sun Nah („Immersion“) folgen auf der 2 sowie der 3. Die Offiziellen Deutschen Jazz-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Top 20-Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.

Das sehr agile, litauische Label NoBusiness Records beginnt mit der Veröffentlichung von bislang öffentlich nicht zugänglichen Aufnahmen des Saxophonisten Sam Rivers. Den Startschuss gibt die CD „Emanation“. Über 75 Minuten Musik in einer Besetzung aus Rivers (Tenor- und Sopransaxophon, Flöte, Klavier), Cecil McBee (Bass), Norman Connors (Schlagzeug), aufgenommen am 3. Juni 1971 im Jazz Workshop, Boston, und ursprünglich für das Label Impulse! von Ed Michel produziert.

Auch das Pariser Label Dark Tree Records bringt Unveröffentlichtes heraus. Und zwar eine Aufnahme des immer noch in weiten Kreisen unterschätzen Horace Tapscott, der Titel: „Why Don’t You Listen?– Live at LACMA, 1998“ Untertitel: „Horace Tapscott with the Pan Afrikan Peoples Arkestra and the great voice of UGMAA”. Die CD ist bereits jetzt zu haben, eine LP folgt im Herbst.

Der Londoner Jazzclub Ronnie Scott’s feiert sein sechzigjähriges Jubiläum am 30. Oktober in der Royal Albert Hall. Das Line-up besteht unter anderem aus Van Morrison, Imelda May, Madeline Bell, Kurt Elling, Georgie Fame, Pee Wee Ellis, Courtney Pine sowie Ronnies regelmäßigen Gästen wie einem SängerInnen-Trio aus Natalie Williams, Ian Shaw und Liane Carroll oder dem Trompeter und Arrangeur Guy Barker, der 17jährig in jenem Klub mit Dizzy Gillespie aufgetreten ist. Dazu werden der Club-Musikdirektor James Pearson Ronnie Scott’s All Stars und der Bandleader Pete Long Ronnie Scott’s Jazz Orchestra leiten.